Stillen – Mehr als nur Sattwerden

katrin Gedanken , , ,

Hallo meine Lieben,

Eins gleich vorne weg. Bitte fühlt Euch nicht angegriffen wenn Ihr eine Flaschenmama seid! Bei Jonas habe ich selbst auch die Flasche gegeben da es mit dem Stillen trotz Abpumpen und allen Bemühungen nicht klappen wollte. Ich will definitiv also niemanden verurteilen! Jede Mama gibt ihrem Kind so oder so was es will und braucht. Ich finde dieses ständige Bekriegen also sinnlos. Ich kenne beide Seiten und doch möchte ich heute eben einfach von dieser ganz besonderen Erfahrung für mich erzählen.

Große Augen schauen zu mir auf. Ein kleiner Mund schnappt kaulquappenartig nach mir. Gezielt und treffsicher schnappt er sich meine Brust und nuckelt laut schmatzend zufrieden los. Ich kann nicht anders als ihn dabei zu zusehen. Oft schließt er – wie es scheint – genießerisch die Augen. Manchmal schauen wir uns auch einfach an. Und stets sehe ich diese tiefe Zufriedenheit in seinem Gesicht.

Stillen ist für mich eine komplett neue Erfahrung. Wie oben bereits berichtet war das eine fremde Welt für mich. Fast ließ ich mich diesmal auch wieder unterkriegen. Stillhütchen und Co verdarben uns beinahe den Anfang einer innigen Stillbeziehung. Aber wir haben durchgehalten. Irgendwann klappte es ohne das lästige Hütchen und ab da waren wir ein absolutes Dreamteam. Alle drei! Alle drei? Ja! Würde mein kleiner großer Mann mit seinen 2 Jahren nicht so toll akzeptieren das ich – teils auch lange – seinen Bruder stille und gestillt habe wäre das ganze von vorne herein zum scheitern verurteilt gewesen. Aber er war immer brav, geduldige und brachte mir mehr als einmal das Stillkissen. „Bruder Milch!“ War dann der Auftrag. Wird erledigt, Chef!

Die Momente der Verbundenheit und das stolze Gefühl „Ich bekomme mein Kind ganz alleine so satt“ sind wirklich einzigartig. Ich kann es jedem raten es zu versuchen. Natürlich bringt es nix wenn man sich dazu zwingen muss oder es einfach nicht möchte. Aber falls Ihr Euch darauf einlasst erlebt ihr etwas wundervolles. Es ist in manchen Momenten beinahe magisch und schüttet eine ganze Menge Glückshormone aus. Ich hatte übrigens das Glück vor schmerzhaften Verletzungen verschont geblieben zu sein. Einmal hatte ich eine Art Milchstau. Das war unangenehm. Es gibt also sicher auch Frauen die sich jetzt denken: „Spinnt die?“ – Euch möchte ich meinen besonderen Respekt erweisen! Ihr stillt Eure Kinder und stellt deren Bedürfnisse über die eignen! Ohne Rücksicht auf Verluste wird mit wunden Brustwarzen gestillt weil das Baby natürlich Hunger hat. Ihr seid wahre Superheldinnen! Ich möchte Euch dafür Danke sagen. Eure Babys können das vielleicht noch nicht direkt darum übernehme ich das gerne.

Schlussendlich muss jeder seine eignen Erfahrungen machen. Jeder geht seinen eignen Weg mit seinem Kind. Und das ist auch gut so. Ich wollte nur mit Euch teilen, dass mein Weg mich einfach sehr glücklich macht. Ich bin einfach oft noch total überwältigt von dieser ganzen „Mama-Sache“. Und das ganze hat auch nach dem zweiten Kind seinen Zauber nie verloren. Auf das es sich nie ändert und noch viele Überraschungen und Glücksmomente folgen!

Ich wünsche Euch einen wundervollen Abend!

(Text inspiriert von meinen lieben „Born 2016 Mamas – Ihr seid alle wundervoll!)

 

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