Rezension: „Das Haus der Verlassenen“ von Emily Gunnis

katrin Bücher, Rezension

Vor Erscheinung am 18.03.2019 durfte ich den Roman „Das Haus der Verlassenen“ von Emily Gunnis lesen. Auf irgendeine Art und Weise hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Normalerweise ist diese Art bisher nicht mein bevorzugtes Genre. Jedoch bin ich froh hier meinem Bauchgefühl gefolgt zu sein! Froh und schockiert gleichzeitig.

 

Da ich selbst Mutter bin waren einige Passagen und Vorstellungen in dem Buch wirklich schwer zu ertragen.

 

• Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret’s Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen … .

Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret’s zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.•

 

[Fazit]: Die 400 Seiten habe ich relativ zügig gelesen. Denn immer wenn ich einmal im Flow war konnte ich das Buch nur schwer wieder zur Seite legen. Es zeigt auf erschreckende und mitreißende Art die Zustände in sogenannten Mutter-Kind Einrichtungen. Die führenden Nonnen sind hier leider alles andere als zimperlich mit den jungen werdenden Müttern. Es spielen sich Szenen ab die einen sprachlos und traurig zurück lassen. Gerade da man weiß – diese Geschichten sind nicht nur reine Fiktion! Dahinter steckt viel Wahrheit in der Vergangenheit. Man mag sich nicht vorstellen welches Leid Hilfesuchende Frauen oftmals über sich ergehen lassen mussten. An einigen Stellen hab ich geschluckt. An andere hab ich gedacht wenn ich meine eigenen Kinder fest und wohlbehalten in den Armen wiegen durfte. Das Buch dient der Aufklärung zu einem Thema vor dem viel zu lang die Augen verschlossen wurden. Mit den Sprüngen in der Zeit taucht man tief in die Geschichte ein!

 

Packend und fesselnd! 

 

Lieber Gruß 

Katrin